Vorwort – Zusammenfassung
Dieser Parallelbericht zum Bericht der Bundesrepublik Deutschland widmet sich, nach
Überzeugung und Erfahrung der Berichterstatterinnen, den nicht erfüllten Verpflichtungen
bezüglich der Menschenrechte, wie sie, aus dem UN-Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form
von Diskriminierung der Frau (CEDAW) und, jeweils in Verbindung mit Art. 3 CEDAW, den
anderen Menschenrechtsverträgen der UN den intersexuellen Menschen erwachsen.
Nach Rechtsauffassung der Berichterstatterinnen umfasst der Schutz von CEDAW alle Menschen,
welche körperlich nicht eindeutig dem männlichen Geschlecht zugehörig sind. Nur durch diesen
weiten Umfang ist sicher gestellt, dass dieser Schutz auch den Menschen zuteil wird, die fälschlich
dem weiblichen oder dem männlichen Geschlecht zugewiesen wurden. Die Umsetzung des
geforderten Schutzes ist nach Ansicht vieler, medizinisch als intersexuell oder „DSD“ (“Disorders
of sex development“) bezeichneter Menschen nicht gegeben.
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